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Audio/Video Alles rund um das Thema Audio und Video Bearbeitung.

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Alt 22.04.2018, 18:07   #1
urmink
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urmink kann nur auf Besserung hoffen
MP3 umkodieren

Ich habe mir meine MP3-sammlung jetzt angeschaut, wo ich mit dem dafür vorgesehenen platz langsam nahe dem anschlag komme, und dabei festgestellt, dass ich da zt. sträflich verschwederisch mit dem speicherplatz umgehe. Während mir für meine zwecke 128 kbps mit guter reserve ausreichend sind, viele dateien habe ich mit mehr, zt. gar bis zu 320. Dazu habe ich kürzlich die variable bitrate entdeckt, mit der man ohne zusätzlichen qualitätsverlust noch im durchschnitt weitere etwa 30% (wenn nicht noch mehr) einsparen kann.

Also würde ich das ganze am liebsten nach und nach umkodieren. Nun habe ich dafür die web-seite online-convert.com; dort ist es aber sehr langwiereig, weil man jedes stück einzeln hoch- und dann wieder runterladen muss.

Kennt nicht jemand irgendein programm, womöglich freeware, wo man sowas serienmässig machen kann?
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Alt 23.04.2018, 10:23   #2
Bugman
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Bugman befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
zb AIMP

Ist natürlich immer Ansichtssache, aber 128 kbps reicht mir persönlich gar nicht aus. Ich finde 192 vbr ist das mindeste. Die Meisten Sachen habe ich in 320kbps oder sogar in FLAC. Da habe ich wenigstens keine Verluste, wenn es aus meinen Teufel Boxen kommt.
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Bye Bugman
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Alt 24.04.2018, 00:53   #3
urmink
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urmink kann nur auf Besserung hoffen
Danke, der AIMP sieht auf den 1. blick gut aus, ich schaues genauer an. (Doch falls jemand was noch besseres kennt, dann her damit )


Bezüglich ob 128 genügt, wie du sagst, ansichtsache. Ich höre dabei absolut keine störungen. Erst bei 64 bei gesprochener sprache, die mit ihrer "zerhacktheit" viel empfindlicher darauf reagiert als ein gleichmässiger "musikalischer teppich", tönt es schon ein wenig wie aus einer blechdose (ähnlich wie bei grafiken in JPEG, wo sich die grössten artefakte an scharfen kanten bilden); bei musik höre ich auch bei 64 in diesem bezug idr. nichts (hätte sinn zb. beim laden fürs unterwegs in einen MP3-player mit eingeschränktem fassungsvolumen), erst darunter wirds auch bei musik problematisch.

Es ist eben wie bei den bildern und JPEG. Verschiedene programme kernnzeichnen die komprimationsstufe unterschiedlich, doch nehmen wirs, wie das IrfanView macht: eine skala von 0 bis 100 mit steigender qualität und sinkender komprimationsstufe. Default ist 80, was in den allermesiten fällen der ideale kompromis zwischen dateigrösse und qualität ist. In meinen augen entspricht das von dem her den 128 kbps bei mp3. Kommt aber darauf an, was man mit dem komprimat in zukunft beabsichtigt und wie ist die originalqualität. Ich gehe bei IrfanView praktisch nie unter diese 80, obwohl ich das zb. bei den - bei mir oft vorkommenden - in auflösung 600dpi gescannten bildern aus zeitungen ohne nennenswerte qualitätseinbusse sicher könnte. Das komprimat hat hier etwa 7% der grösse des BMP-originals, bei qualitativ üblichen fotos pflegt das so um die 10 - 12 % zu sein. Und ein solches schon einmal mit 80 gespeichertes foto nochmals mit 80 abzuspeichern - da sieht man einen zuwachs an artefakten meist nur bei einer deutlichen vergrösserung (resampling). Will ich die qualität möglichst gut erhalten, dan speichere ich auf 100, was - je nach bildbeschaffenheit - schon fast verlustfrei ist, uu. kanns vlt. ganz verlustfrei sein; das abgespeicherte ist dann idr. um die 25% des BMP. Und wenns mit der qualität ganz wichtig ist, dann mache ich halt PNG, garantiert verlustfrei, doch fotos werden so im durchschnitt nur auf 50% komprimiert (mit einer sehr gossen streuung um diesen wert). PNG enspricht so - würde ich sagen - dem FLAC beim sound, wo vermutlich auch gute komprimationsraten beim gesprochenen - oder noch besser bei mathematisch-synthetischen sounds - erreicht werden könnten, wie mit PNG bei simplen grafiken.

Nun das erwähnte online-convert.com bietet seit kurzem variable bitrate für MP3 an, so habe ich mich darüber etwas erkundigt und es ausprobiert. Es geht dabei darum, dass laufend automatisch erkannt wird, welche stellen im stück auf die komprimierung heikler und welche weniger sind und die entsprechende bitrate wird jeweils für den monent eingesetzt. Es gibt verschiedene möglichkeiten, wie das gemacht wird. Den quellen zufolge könne man sich verlassen, dass dies heute zuverlässig funktioniert. Von dem was online-convert.com im menü anbietet, benütze ich nun statt fix 128 variabel 100..130. Das resultat ist - wie gesagt - im durchschnitt etwa 30% kleiner und selbst beim genausten zuhören merke ich qualitativ keinen unterschied.

Schon seit langem habe ich mir gedacht, eine solche unterscheidung müsste doch bei bildern (mit den ich viel mehr zu tun habe) möglich sein, und tatsächlich kann das anscheinend das format JP2000; das problem ist hier freilich, dass dieses aus lizenzgründen nicht frei ist, von dem her sind die möglichkeiten der anwendung sehr eingeschränkt; zb. IrfanView beherrscht es zwar, aber nur bis zu einer gewissen, ziemlich bescheidenen bildgrösse, meines wissens höchstens so in der grössenordnung von 100 kpixel.

Ein anderes, was auf die soundqualität einfluss hat, ist die samplingfrequenz. Mit 44 kHz ist man bei der CD-qualität. Sind das jedoch tonaufnahmen vom FM-radio oder klassischem TV, wo die übertragene höchstfrequenz 15 KHz ist, macht keinen sinn die sämpling-frequenz höher als 32 kHz einzustellen. Und bei aufnahmen von schellack-platten ist man mit der samplingfrequenz von 10500 Hz besser als gut bedient (dabei natürlich auch noch mono, um noch etwas mehr ressourcen einzusparen), so auch bei aufnahmen vom AM-radio, das höchstens 4,5 kHz überträgt. Und kürzlich wollte ich mir ein musikstück von etwas raritätswert abspeichern, das zwar stereo, aber mal vermutlich auf einem tonband mit 2,4 cm/s war, wo die höchstfrequenz bestenfalls bei 4 kHz liegt, habe ich nichts an qualität eingebüsst, wenn ich ihm samplingfrequenz von 8 kHz verpasst habe. Dafür hat die datei des 210 s langen musikstücks bloss 619 kByte (var. 100..130 kbps im online-convert)
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Geändert von urmink (24.04.2018 um 02:05 Uhr).
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Alt 24.04.2018, 12:41   #4
Bernd S.
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Bernd S. wird schon bald berühmt werden
Also ich höre den Unterschied zwischen 128 und 192 oder sogar 320kbps auf jeden Fall.
Ganz besonders in den Höhen.
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Bye
Bernd
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Alt 06.05.2018, 11:28   #5
Piefke
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Piefke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Logisch hört man den Unterschied. Und der ist gerade zwischen 128 und 192 gewaltig. Wer das nicht hört, hat evtl ein Hörproblem oder einfach nur sehr schlechte Kopfhörer oder eine nicht so tolle Stereoanlage. Meine Frau zb hört das zwar, aber es ist ihr egal. Musikbanause

AIMP würde ich zZ bevorzugen.
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Piefke grüßt den Rest der Welt
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Alt 09.05.2018, 11:35   #6
urmink
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Durchs googeln habe ich einen mal durchgeführten test gefunden, wo die probanden 6 ausschnitte von bekannten musiktiteln (Neil Young, Jay Z, Coldplay, Katy Perry, Suzanne Vega und eine digitalaufnahme eines klavierkonzerts von Mozart) in je 3 qualitätsstufen zu hören bekamen: MP3 128 und 320 kbps und unkomprimiert VAW, und bestimmen sollten, welche davon die VAW ist. Der test stand damals vermutlich mehrere tage (weniger als 1 woche) im web, jeder konnte anonym mitmachen. Im durchschnitt haben das 36 % der probanden richtig erkannt. Der autor des tests wertet das als statistisch relevant; da es 3 möglichkeiten gab, allerdings nur leicht über dem zufallswert von 33,3 %.

Zb. bei Coldplays "Speed of Sound" hielten 35,6 % die 128 kbps für unkomprimiert, 33,7 % richtig das WAV, 30,7 % das 320.

Gesamthaft lag die mehrheit der user falsch - 29,7 % errieten 2 richtig, 25,8 3 richtig. Nur 1,6 % bestimmten alle 6 stücke korrekt.

Mehr als die hälfte hörte das ganze über direkt in der anlage eingesetcke kopfhörer, 10 % über einen verstärker oder DA-konverter, 20 % über eingebaute lautsprecher. Eine konkrete bewertung der treffsicherheit in abhängigkeit von der hörart ist nicht vorhanden, man hält jedoch fest, dass die eingebauten lautsprecher am ungünstigsten für die unterscheidung sind. Am schluss wird festgestellt, dass die resultate zeigen, die mehrheit der hörer kann dies zumindest runter bis zu 128 kbps qualitativ nicht unterscheiden. Die grundidee des tests war herauszufinden, inwiefern es sinn macht, bei streamig-diensten für eine als gehobener angebotene qualität zu bezahlen.

Dabei ist auch zu beachten, dass zb. ein klavierkonzert auf verzerrungen durch MP3 heikler als eine symfonie ist, die es im test nicht gab. Eins - weiss nicht welches - von den übrigen liedern war acapella-gesang, was ebenfalls empfindlicher als mit instrumentalbegleitung ist.

Es wird auch konstatiert, dass die möglichkeit hier zu unterscheiden von ganz vielen faktoren abhängt. Neben der gehör- und reproduktionsanlagenkettequalität zb. auch umgebungsgeräusche, momentane situation, in der sich der hörer befindet uvam. Und wenn mans nicht unterscheiden kann, heisst das alleine nicht, dass die anlage ausgesprochen schlecht sein müsste oder dass man einen gehörschaden hätte.

Und ich selbst frage mich, wenn ich musik höre, ob ich sie enifach geniessen will, wie sie kommt, oder eher in einem unbedingt sterilen umfeld akustiche flausen darin suchen. Aus eigener erfahtung weiss ich, höre ich dieselbe musik in hifi-qualität und an einem ganz biligen gerät, vlt. auch einem kleinen transistor- oder im AM-radio, merke ich den unterschied klar wohl. Stelle ich freillich das hifi ab und weiter nur das schlechte höre, mit der zeit bleibt für mich hauptsächlich der hauptinhalt massgebend, dass es nicht so perfekt tönt nehme ich praktisch nicht mehr wahr, wenn ich nicht extra daran denke.
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Geändert von urmink (09.05.2018 um 11:45 Uhr).
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Alt 10.05.2018, 13:41   #7
urmink
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urmink kann nur auf Besserung hoffen
So habe ich den Aimp jetzt da und bin am experimentieren.

Für W98 konnte ich natürlich nicht die neuste version nehmen, so habe ich fast alle aus der liste der alten versionen probiert; es sind 1.77, 2.11. 2.51, 2.61, 3.00, 3.10, 3.20, 3.55, 3.60 und dann noch einige 4.xx (1.55 beta 4 habe ich ausgelassen). Die 3- und 4.xx kann ich offenbar für diesen rechner vergessen; deren installation scheitert schon gleich nach dem entpacken der exe.installationdatei - kommt die meldung, es fehle die offensichtlich zum deinstallieren notwendige datei NETAPI32.DLL. Ich habe sie zwar, noch versucht sie im - in 98 sonst praktisch leeren - ordner Windows\System32 und auch Windows\ selbst zu platzieren, hilft jedoch nichts; weiss nicht, was genau ihm da fehlt; im endeffekt ist auch egal.

Die niedrigeren 1.77 und 2.xx laufen erstaunlich gut, auch sie benötigen freilich den KernelEx (soll kompatibilität zwischen verschiedenen Windows-versionen herstellen, wo nicht vorhanden, hauptsächlich lauffähigkeit von W9x-anwendungen auf NT-Windows ermöglichen).

Der vorteil für meine jetzige aufgabe (siehe 1. post) gegenüber meiner bisherigen lösung mit dem Online-converter (OLC) ist 1. dass man nichts online dazu braucht, 2. dass man serinmässig ohne aufsicht und extrabedienung ganze reihen von dateien verarbeiten kann. Der nachteil ist, dass mein rechner wesentlich langsamer als der server, wo das der OLC macht, ist; die möglichkeit den rechner ohne aufsicht arbeiten zu lassen wiegt diesen nachteil naqtürlich aus. Und weiter, viele dateien enthalten am anfang und am ende balast, den man im OLC wegschneiden kann, bemi AIMP habe ich bisher nicht gefunden, dass es auch gehen würde. Oder doch?

Ein weiterer vorteil von Aimp ist, beim verarbeiten einer qualitativ schlechteren aufnahme ist er offensichtlich in der lage die optimale abtastfrequenz zu finden, damit man zb. schellack onder sonst frequenzmässig eingeschränkte aufnahmen nicht unnötig mit den 44 kHz für CDs abtastet. Beim OLC muss ich das selber wissen und allenfalls manuell setzen.

Im moment versuche ich das ganze mit der kleinsten version 1.77 (2,1 MB auf der HD), geht recht gut. Sollten mal probleme vorkommen, dann habe ich mir zum vergleich die 2.61 als portabel (kann gleichzeitig mit 1.77 laufen, so können sie auch beide zusammen übereinander spielen ) installiert. Ein bischen befremdend finde ich, dass wenn das AIMP-bild nicht gerade minimiert ist, die 1.77 selbst in absoluter ruhe um die 20% der CPU-leistung frisst, die 2.66 sogar bis über 50%.
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Geändert von urmink (10.05.2018 um 16:15 Uhr).
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