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Alt 21.12.2017, 15:04   #1
urmink
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urmink kann nur auf Besserung hoffen
Funkuhr geht falsch

Meine funkuhr verhält sich seit gestern ganz komisch.

Zuerst habe ich gemerkt, dass der sekundenzeiger (und nur der) ca. 5 s nach geht und sich nicht von selbst korrigieren will. Da habe ich gemeint, die batterie ist schwach, so habe ich sie ersetzt. Dann hat sich aber irgendeine komische zeit eingestellt, mit dem minutenzeiger etwa 20 minuten vor, und hat sich auch nach mehreren stunden nicht korrigiert (sekunden- und stnudenzeiger haben die richtige zeit angezeigt). So habe ich das uhrwerk resettet, die batterie neu eingesetzt. Dann ist die uhrzeit mehr oder weniger richig gekommen, jetzt geht aber nur der grosse zeiger genau 1/2 minute pro stunde vor, der kleine und der sekundenzeiger gehen richtig. Der 1/4-minutenschritt kommt immer richtig synchron mit dem sekundenzeiger. Ist jemandem ein solches verhalten bekannt?

In der beschreibung steht, das uhrwerk habe 2 motoren und ich habe immer gemeint, einen für den sekundenzeiger, den anderen für die übrigen zwei. Oder läuft vlt. der sekunden- und stundenzeiger mit gemeinsamem motor und der minutenzeiger hat einen eigenen? Aber was ist dann mit diesem viel zu grossen fehler des minutenzeigers zu tun?
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Geändert von urmink (21.12.2017 um 15:18 Uhr).
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Alt 24.12.2017, 08:19   #2
urmink
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urmink kann nur auf Besserung hoffen
Einige weitere feststellungen:

- Nach dem rausnehmen der batterie und ihrem wiedereinlegen mit nachfolgendem reset (soll alle zeiger in die oberste position bei 12 bringen; sind sie es dann nicht, sind sie in diese position mechanisch, also durchs herausnehmen und in diese position wieder reinsetzen, zu bringen) kommen der stunden- und sekundenzeiger richtig, der minutnenzeiger hat am ende seinen vorsprnug von ca. 10 minuten.

- Sowohl nach dem einlegen der batterie, wie auch beim zusammenschliessen der reset-kontakte bringt sich zuerst der sekundenzeiger alleine in position, anschliesend laufen der stunden- und minutenzeiger gemeinsam im schnellgang. Das würde dagegen sprechen, dass der sekundenzeiger am gemeinsamen motor mit dem stundenzeiger angebracht wäre.

- Wird nach dem reset nun der minutenzeiger in die 12-er-position gebracht (wie oben gesagt) und das ganze wird wiederholt, ist er am ende wieder in der position 10 nach 12, und nach erneuter wiederholung (ohne korrektur der minutenzeigerposition), sind dann die sekunden- und stundenzeiger wieder richtig, während der minutenzeiger weitere 10 minuten zugelegt hat, zeigt also etwa 20 nach 12.


In der uhr ist dieses uhrwerk verbaut: alu-spf.li/583262_01_DCF_Wallclock_specificationD_E.pdf
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Alt 02.01.2018, 06:25   #3
Stefan Pauch
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Stefan Pauch befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Hallo,

vermutlich wird einfach "nur" das Uhrwerk defekt sein. Eventuell kann hier ein Uhrmacher helfen.

Eine Funkuhr holt sich die sekundengenaue Uhrzeit ja nicht ständig, sondern meist nur einmal am Tag und bei einem Reset. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass eine Funkuhr falsch geht.
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Alt 22.03.2018, 15:11   #4
BerndUltra
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BerndUltra befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Nein, da steckt was relativ Absurdes dahinter. Ich habe vor ein paar Tagen im DLF gehört, dass Funkuhren, die an die Heimnetzspannung angeschlossen sind, nachgehen, weil es aufgrund einer Spannungsdifferenz. Hier ist auch noch mal ein Artikel dazu: https://www.welt.de/vermischtes/arti...zt-falsch.html
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Alt 22.03.2018, 16:40   #5
urmink
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urmink kann nur auf Besserung hoffen
Es hat sich inzwischen gelegt und ich vermute nun die ursache. Die uhr ist batteriebetrieben und nicht am stromnetz angeschlossen.

Ich habe zuvor die eigentlich nicht wiederaufladbare alkali-batterie nachgeladen (diverse publizierte fachtests stellen fest, dass mans im beschränkten mass kann), worauf die zelle über eine gewisse zeit eine spannung deutlich über dem nennwert von 1,5 V aufgewiesen hat. Zum glück hat das keinen dauerschaden der uhr verursacht, doch dank der spannung waren die impulse, die der motor bekam, zu kräftig, und in der folge machte der minutenzeiger immer wieder statt nur eines 2 schritte aufs mal - auch dank spielfugen in den lagern und daurch entstandenen mechanischen einschwingungen; fürs erste konnte ichs dadurch beheben, dass ich in die lager eine ganz geringe menge dickflüssiges motorenöl reingetan habe, das durch seine innere reibung diese einschwingungen gedämpft hat.


Das, was du hier erwähnst, betrifft nicht funkuhren (obwohl in den medien zt. solche behauptungen von journalisten, die keine ahnung haben, vorkamen), ist ja auch in diesem artikel kurz erwähnt. Funkuhren werden von einem langwellen-radiosignal von 77,5 kHz (also deutlich unter der frequenz des LW-rundfunks 150 - 300 kHz) synchronisiert. Heutzutage der einzige mittel-/westeuropäische sender dazu ist meines wissens irgendwo nahe Braunschweig und hat reichweite mind. 2'000 km, und damit gabs keine probleme. Der sender bekommt die zeit von einer atom-uhr, also der exaktesten zeitmessung, die es überhaupt gibt. Da waren uhren betroffen, die mit der frequenz der netzspannung synchronisiert werden. Diese hat auf dauer genau 50 Hz, nur mit präzisen messgeräten feststellbare ausschläge auf beide seiten gleichen sich immer ziemlich schnell wieder aus.

Doch da ist nun glaubich in Kosovo irgendeine starke energiequelle ausgefallen, in der folge war das gesamte europäische netz etwas überlastet. Eine mögliche leichte unterspannung war da kein problem, dafür dass die generatoren in den kraftwerken deswegen über eine längere zeit ganz minim langsamer drehten. Für die elektrizitätsversorgung war auch das kein problem, aber die frequenz bekam so einen langzeitigen winzigen fehler nach unten, und eben das hat alles, was durch diese frequenz gesteuert wird, entsprechend in mitleidenschaft gezogen. In unserem privaten haushaltbereich sind das vor allem alle rein elektromechanische schaltuhren, die von einem synchronmotor mit 50 U/s angetrieben sind und mit denen oft auch backöfen ausgestattet sind. Irgendwo sind möglicherweise noch alte elektrische wanduhren (die, bei den jede minute der grosse zeiger 1 schritt nach vorne macht) im betrieb, die auch einen synchronmotor drinen haben. Doch möglich, dass auch manche vom stromnetz gespiesenen elektronischen analog- oder digitaluhren, die zwar von einem präzisem quarz getaktet zu sein pflegen, zusätzlich steuerimpulse vom stromnetz bekommen. Kein quarz ist nämlich absolut genau, jeder hat eine kleine konstante abweichung, weswegen auch solche uhren ab und zu nachgerichtet werden müssen.
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Geändert von urmink (22.03.2018 um 20:38 Uhr).
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Alt 22.03.2018, 20:46   #6
urmink
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urmink kann nur auf Besserung hoffen
Zitat:
Zitat von Stefan Pauch Beitrag anzeigen
vermutlich wird einfach "nur" das Uhrwerk defekt sein. Eventuell kann hier ein Uhrmacher helfen.
Naja, wäre es so, falls man nicht einen guten kumpel uhrmacher hat, der das gratis als freundschaftsdienst machen würde, wäre seine rechnung sicher um einiges höher, als so ein uhrwerk zb. bei Conrad kostet.

Zitat:
Zitat von Stefan Pauch Beitrag anzeigen
Eine Funkuhr holt sich die sekundengenaue Uhrzeit ja nicht ständig, sondern meist nur einmal am Tag und bei einem Reset. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass eine Funkuhr falsch geht.
Laut manual überprüft diese uhr die zeit alle 2 stunden. Dazwischen läuft sie quarzgesteuert und solche uhren sind normalerweise genau genug, dass man keine abweichung feststellen würde, selbst wenn sie sich nur einmal pro tag synchronisierern würde.
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